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Nach schier endlos langer Fahrt und vielen Klopausen, Fernseher-Problemen und Chuck Norris-Witzen haben wir es schlussendlich doch geschafft Krakau zu erreichen.

Vorher schauten wir uns noch den ersten Teil des Films “Schindlers Liste“, was manche SchülerInnen tief bewegte, an. Die “perfekte” Abwicklung des Massenmordes (“Gepäck wird nachgeschickt”) war besonders erschütternd und nicht fassbar.

Schließlich kamen wir im ehemaligen Arbeitslager und späteren KZ Plaszow an.

Menschen mit zerrissenen HerzenMenschen der zerrissenen Herzen

Eigentlich war es ein wenig unbeeindruckend: Die Erwartungen, die auch durch den Film geweckt worden waren, konnte das doch nicht mehr vorhandene Lager Plaszow nicht mehr erfüllen. Die Erde ist neu – deshalb wirkt der Ort auch neu, und somit wirken die Denkmäler etwas entrückt.

Amon Göth's Villa heuteAmon Göths Villa heute

Amon Göth's Villa damalsAmon Göths Villa damals

Auf unserem Spaziergang durch das Lagerareal kamen wir auch an der ehemaligen “Villa” von Amon Göth vorbei. Es hat recht lange gedauert, herauszufinden, wo sich dieser “berühmte” Balkon in dem heruntergekommenen Haus (siehe Bild oben) befinden muss. Mittlerweile vermuten wir, dass er sich auf der Hinterseite des Hauses befindet und  die Villa im Film um 180 Grad gedreht wurde.

Im Hotel angekommen bezogen wir unsere Zimmern und fanden uns später im Speisesaal zu einem interessanten Zeitzeugengespräch ein.

Stefan MikaStefan Mika

Herr Stefan Mika (Gerechter unter den Völkern) war 14 Jahre alt, als seine Familie zwei Juden bei sich in der Scheune versteckten.  Es war für uns fast seltsam, wie sachlich Herr Mika über seine Erlebnisse berichtet hat. Ein Teil der Emotionalität wurde wohl durch die Übersetzung aus dem Polnischen eingebüßt.

Der erste Tag war alles in allem schon sehr ereignisreich – aber das Mitreißenste war wohl der Film. Für morgen erwarten wir uns aber noch eine Steigerung.

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