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Robert Sahlender

Die Reise

Zuallererst: Ich bin sehr froh darüber, dass sich unsere Klasse dazu entschlossen hat, an diesem Projekt teilzunehmen und für 3 Tage nach Polen zu fahren.

Da wir im Rahmen des Geschichtsunterrichts schon einmal in Mauthausen waren und im Laufe der Jahre natürlich auch viel im Unterricht darüber gelernt haben, hatten wir schon eine Vorstellung davon, was uns erwartet.

Trotzdem war die Besichtigung der KZ Plascow, Auschwitz, und Auschwitz-Birkenau wieder eine völlig neue Erfahrung.

Es war vor allem schockierend zu sehen, welche Ausmaße der ganze Schrecken hatte und direkt am Ort des Geschehens zu sein, zu sehen und zu hören, was passiert ist.

Besichtigung der Lager

Denkmal Plaszow

In Plaszow war es zeitweise schwer sich vorzustellen, was sich dort vor Jahren abgespielt hat, da die Gegend bewohnt ist und einem „normalen“ Stadtteil ohne derartige Vorgeschichte gleicht.

Ganz anders war es dann im Konzentrationslager Auschwitz bzw. Auschwitz Birkenau.

Hier hat mich besonders die Weitläufigkeit des Lagers erschreckt.

Ich  wusste zwar aus der Vorbereitung, dass es das größte deutsche Konzentrationslager war, es ist aber wieder etwas völlig anderes es dann mit eigenen Augen zu sehen. Bei der Besichtigung selbst herrschte sehr bedrückte Stimmung, und es wurde wenig gesprochen.

Haare

Die Bilder der Opfer, die Sachen, wie Kleidung, Koffer oder auch persönliche Gegenstände der Opfer aufgehäuft zu sehen, machte noch einmal deutlich, wie viele Menschen ihr Leben an diesem Ort verloren haben.

Der Marsch selbst, der „Höhepunkt“ der Reise,  den wir gemeinsam mit Jugendlichen aus aller Welt unter der Aufschrift „Arbeit macht frei“ gegangen sind, auf dem Weg von Auschwitz I nach Auschwitz II (Birkenau), hat mich persönlich sehr beeindruckt.

Besonders toll fand ich es, wie viele junge Menschen unseres  Alters teilgenommen haben, und dass die Anteilnahme und das Interesse enorm hoch waren.

Man war Teil einer Gemeinschaft, die den Opfern gedachte und für eine Zukunft ohne solche Schrecken steht.

Zeitzeugen

Ein weiterer wichtiger Punkt der Reise waren natürlich die Gespräche mit den Zeitzeugen.

Da wir vermutlich die letzte Generation sind, die noch die Möglichkeit haben , mit diesen Menschen zu sprechen,, fand ich es besonders gut, dass wir diese Gelegenheit auch bekommen haben.

Es war sehr interessant die pesönlichen Erinnerungen und Erlebnisse der Überlebenden aus dieser Zeit zu hören, und deren Schilderungen gaben uns wieder ein neues Bild von dem, was geschehen war.

Ich war überrascht wie ruhig und sachlich der erste Zeitzeuge, ein Gerechter, direkt in unserem Hotel von seiner Vergangenheit berichtet hatte.

Freddie Knoller

Der zweite Zeitzeuge, dem wir begegneten war Freddie Knoller im KZ Auschwitz-Birkenau, der mich auch sehr berührte. Er wirkte sehr aktiv und lebendig für seine beachtlichen 87 Jahre. Er hat es geschafft seine schlimmen Erlebnisse aus einer dunklen Zeit in unserer Geschichte spannend und mit Humor zu erzählen, ohne dabei die Ernsthafitigkeit des Themas außer Acht zu lassen.

Krakau

Synagoge

Am letzten Tag stand die Besichtigung der Altstadt Krakaus, eingeschlossen einer Synagoge, und eines jüdischen Friedhofs auf dem Programm. Auch dieser Teil unseres Aufenthalts in Polen war sehr interessant und wir haben erneut viel erfahren und gesehen.

Ich fand die Reise sehr informativ. Wir haben viele neue Eindrücke gewonnen.

Wir haben mit Sicherheit viel gelernt.

Leider hatten wir fast keine Zeit, uns selbst ein wenig umzuschauen in der Stadt Krakau, die sehr schön ist, und wo es noch Einiges gegeben hätte, das ich gerne gesehen hätte. Aufgrund des dichten Programms in der kurzen Zeit war dies aber leider nicht möglich.

Trotz des ernsten Themas haben wir eine schöne (denn nur mit Schweigen und Trauer lässt sich die Vergangenheit nicht besiegen!) Zeit in Polen verbracht und kamen zurück in dem Wissen, die 3 Tage wirklich vollkommen und gut genützt zu haben.

Am letzten Tag unserer Reise wurden wir durch den jüdischen Stadtteil Krakaus – Kazimierz – geführt. Hier ein paar Eindrücke:

Eingang - Jüdisches Cafe im Viertel Kazimierz

Stadtplan Kazimierz

Guide - SchülerInnen

Stiege - Aus der Verfilmung "Schindlers Liste"

Synagoge

Informationen über die Synagoge

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