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Nicole Sticher

Im Laufe der Jahre, habe ich in Geschichte viel über den zweiten Weltkrieg und die KZ’s gehört und gelernt, doch was einem gelehrt wurde, waren meistens nur Fakten, die auf alle Fälle wichtig waren , aber wenig Eindrücke vermittelt haben.

Galgen in Auschwitz I

Als ich dann erstmals im KZ Auschwitz war, wurde mir so richtig bewusst, wie viele Gefühle, Emotionen, wie viel Schmerz und Leid, aber vor allem wie viele Tote eigentlich hinter diesen Fakten waren. Was ich besonders erschreckend fand, waren die Lebensumstände unter den die vielen Juden leben mussten.

Schlafstätten

Allein dass 1000 Menschen eingequätscht in einem kleinen Ziegelhaus leben mussten ist wahrscheinlich nicht nur für mich unvorstellbar, dass den Menschen einfach ihre Identitäten weggenommen wurden, nicht beim Namen aufgerufen wurden sondern mit einer ihnen in den Arm tätowierte Nummer ist so herabwürdigend. Die meisten die nach Auschwitz oder in andere KZ’s deportiert wurden sahen gleich aus weil ihnen die Haare abrasiert wurden. Viele Frauen sahen, inhaftierten Männern ähnlich aufgrund ihrer Kurzhaarfrisur.
Auch wenn man das Arial von Birkenau betrachtet, man sieht weit und breit kein Ende dieses Lagers.

Ich bin wirklich froh, dass ich mich dazu entschieden habe mitzufahren, allein schon wenn man bedenkt, dass wir wahrscheinlich die letzte Generation sind, die Zeitzeugen sehen und ihre Geschichten aus der Kriegs-u. Nachkriegszeit hören können.

Was mir besonders gefallen hat neben den Eindrücken die wir dort vermittelt bekommen haben, war dass wir uns alle untereinander super verstanden haben und egal ob es um das KZ ging, oder auch nur um Gott und die Welt wir konnten sowohl miteinander über alles reden als auch mit unseren Begleitpersonen. Und ich finde, wenn einem das gewährleistet wird, dann kann so eine Reise nur super sein.

Klassenfoto

Wir sind alle noch mehr zusammen gewachsen und haben trotz der kurzen Freizeit viel miteinander gesehen und erlebt. Was ich als Organisation besser gemacht hätte, wäre die Einteilung des Programms. Es war zu viel für nicht mal ganze drei Tage. Zumindest einer hätte man noch dran hängen können, damit nicht alles so knapp hintereinander ist.
Im Großen und Ganzen war alles bis auf das Wetter perfekt!
Und Danke Prof. Koscher und Frau Bretterklieber! Fürs Zuhören und Kümmern! :D

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