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Renata Starz
Die erste Eindrücke bekamen wir schon während der Fahrt als wir den Film „Schindlers Liste“ schauten. Somit bekamen wir schon von Anfang an die ersten Eindrücke von der grausamen Tat. Nach diesem Film kamen wir auch schon beim ersten Lager an, Palszow. Es war schwer für mich sich das ganze Vorzustellen, da die Nazis das ganze Lager vernichtet haben um ihre Spuren zu verwischen. Heute erinnern lediglich ein Mahnmal und 1 Grabstein daran, dass dieser Ort ein Massenvernichtungslager war.
Während der Tour kamen wir auch zu Amon Göths Haus, das noch ganz erhalten bliebt. Es wurde uns gesagt, dass in diesem Haus derzeit eine Familie wohnt die nicht einmal weiß, dass dort einer der grausamsten Mörder unter den Nazis gelebt hat. Was mich zum nachdenken anregte. Denn würde ich ernsthaft wollen in einem Haus zu wohnen von wo hunderte Juden erschossen wurden? Ich weiß, dass ich es nicht könnte.
Als wir dann zum ersten Mal im Hotel ankamen, hatten wir schon unser erstes Gespräch mit dem Zeitzeugen Stefan Mika, „Gerechter unter den Völkern“. Er und seine Familie versteckten 2 Juden in seinem Stall, obwohl sie fast erwischt worden wären. Er war damals erst 14.
Da ich zu spät zum Abendessen kam, wurde ich an seinen Tisch gesetzt, so bekam ich das Gespräch aus erster Nähe mit. Zuerst war er sehr sachlich und konnte über seine Heldentat genau berichten. Doch als wir ihm Fragen stellen durften, habe ich bemerkt, dass er langsam aufblühte und dass es im am Herzen lang uns darüber berichten zu können.
Am 2. Tag fuhren wir nach Auschwitz 1.. Dort hatten wir eine Führung durch das alter Gelände. Was mir auffiel war, dass die Häuser in denen die Häftlinge schlafen mussten aus Ziegelsteinen war. Dennoch war es trotzdem grausam.
Mich persönlich haben die Räume geschockt wo die persönlichen Gegenstände der Häftlinge waren. Vor allem die Koffer, wo die Menschen noch dass sie ihre Kleidung zurückkriegen würden und ihre Namen darauf schrieben. Das war für mich sehr erdrückend.
Als der Marsch dann begann, bemerkte ich erst wieviele Menschen aus der ganzen Welt sich an diesem Ort versammelt hatten. Es war bewundernswert. Außerdem war es kein Trauermarsch sondern ein Marsch voller Hoffnung und Energie.
In Auschwitz Brikenau angekommen wurde mir klar, dass das Gelände riesig war, denn gleich nach dem „March“ hatten wir unser nächsten Zeitzeugengespräch mit Freddie Knoller und dabei mussten wir über den Großteil des Geländes. Es war riesengroß.
Freddie Knoller erzählte uns über seine Lebensgeschichte total locker und charmant, doch man hat gemerkt, dass er doch ein bisschen trauriger über die Jahre in seinem KZ sprach. Dennoch brachte es keine traurige Stimmung zum Vorschein.
Am Ende des Tages besuchten wir dann den Rest des Geländes, wo ich dann auch die typischen Holzbaracken sehen konnte. Grausam so zu leben.
Am Tag der Abreise besuchten wir das alte jüdische Stadtviertel, einen Friedhof und eine Synagoge. Es war interessant die einzelnen Geschichten zu hören. Hingegen war Schindlers Fabrik nicht wirklich interessant.
Ich bin froh an diesem Projekt mit meiner Klasse teilgenommen zu haben, denn ich finde, dass ich während der Reise viel dazu gelernt. Außerdem war es sehr interessant das ganze einmal hautnah mitzuerleben und nicht nur in den Geschichtsbüchern zu lesen.
Es hat mich auch zum umdenken angeregt. Viele der Zeitzeugen können mit dem Geschehen gut umgehen und jammern nicht sondern sind voller Hoffnung und ich fange bei banalen Dingen an zu jammern.




