Vinnie Kandra

In dieser kurzen Zeit habe ich sehr viel erlebt, welches mich zum Nachdenken bewegt hat. Ich persönlich habe mich schon seit ca. der 4ten Klasse mit dem Thema „2ter Weltkrieg“ beschäftigt, daher habe ich mich schon vorher sehr gut ausgekannt und war mit den Details vertraut, doch das was wir erlebt haben, kann man in keinem einzigen Buch wiederfinden.

Wir wurden durch die KZs geführt und unsere Tour-Guides haben uns über die grausamen Geschehnisse informiert. Auch wenn die Guides sehr sachlich über dieses sensible Thema gesprochen haben, lief mir oft ein Schauer über den Rücken. Ich fühlte mich unwohl bei dem Gedanken, dass ich die ganze Zeit auf einem Boden gehe, auf dem einst Menschen gefoltert und getötet wurden, auf dem noch die Asche der verbrannten Juden und der anderen Gefangenen haftet. Mir kam es auch komisch vor als wir Mitten in Auschwitz 1 unsere Mittagspause gehalten haben und manche sich über die Brote beklagten. Wenn man bedenkt, dass vor ein paar Jahrzehnten hier die Leute verhungert sind, bemerkt man erst wie gut man es doch eigentlich hat.

Niemals werde ich die unzähligen Bilder der Gefangenen in der einen Baracke vergessen. Unglaublich waren die dazugehörigen Daten, welche über die Ankunft der Person und dessen Todesdatum Auskunft gaben. Die Todeswand gehört genauso wie die Strafkammern und die Schlafplätze zu den Bildern die sich in mein Gedächnis gebrannt haben. Ich kann es noch immer nicht verstehen wie die Nazis so grausam sein konnten, wie sie solche Taten vollziehen konnten. Ich bin mir sicher, dass ich dies auch niemals verstehen werde. Aber die Nummer 16670 (ich glaube zumindest, dass er diese Nummer tragen musste), Herr Knoller zeigte, dass egal was für schreckliche Dinge passieren, es noch immer Menschen gibt, die ein reines Herz haben. Ich werde versuchen seine Geschichte, durch weitererzählen, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Ich hätte niemals erwartet, dass so viele Menschen zu dem Marsch kommen würden, dass extra so viele Leute einreisen würden. Unglaublich viele Nationen versammelten sich, um gemeinsam an die Opfer des 2ten Weltkriegs zu gedenken. Der Marsch gab der Anna, der Barbara und mir die Möglichkeit über Antisemitismus und andere für uns bedeutende Themen zu diskutieren. Mir hat der Marsch sehr gut gefallen und ich würde auch immer wieder mit marschieren, damit man nie die Opfer vergisst. Ich empfand die Idee bei den Gleisen, die in das KZ Birkenau führten, beschriebene Holzstecker reinzustecken als eine schöne Geste. Ich weiß zwar nicht ob die Verstorbenen wirklich die auf den Holzsteckern geschriebenen Nachrichten bekommen haben, aber wir werden sie niemals vergessen und mit diesen Nachrichten wollen wir das repräsentieren. Eine dieser Nachrichten, fand ich, beschrieb genau das was ich auch denke: „We walk for those who couldn´t and we will never forget!“.

Ich weiß es zu schätze, dass wir eine der letzten Generationen sind die noch mit Zeitzeugen reden konnten. Ihre Geschichten waren berührend und ermutigend.

Außerdem habe ich auch neue Leute kennengelernt, die sehr nett waren und gemeinsam haben wir uns am Abend erfolgreich von den am Tag erfahrenen Informationen ablenken können. Aber wir haben auch über diese diskutiert.

Ich bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben, obwohl es sehr anstrengend war und wir wenig geschlafen haben, hat es sich zu 100% ausgezahlt.

Hiermit möchte ich mich auch für ihr Engagement und ihr Vertrauen bedanken. = DANKE!! Ohne Sie beide wäre die Reise sicherlich nicht so eine tolle Erfahrung gewesen.

Meine Eindrücke:

Zeitzeuge Stefan Mika

Eintritt

andere Länder - andere Suppen

Vegetarier-Kennzeichnung