Klaudija Jakaj

Der Aufenthalt in Krakau hat mir ziemlich zu denken gegeben. Obwohl man im Unterricht viel über den 2ten Weltkrieg lernt, heißt das nicht, dass man weiß wie sich die Menschen in dieser Zeit gefühlt haben. Wir haben nur eine Anzahl von Leuten, die gestorben sind, doch eigentlich wissen wir nicht was diese Zahl bedeutet. Vielleicht waren sogar Verwandte von uns auch beteiligt und wir wissen es nicht einmal.

Denkmal in Birkenau

Ich denke, dass viele von uns nicht wirklich wussten wie es in Auschwitz abgelaufen ist. Wie viel Emotionen und Schmerzen vermittelt waren.

Vor allem bewundere ich die Zeitzeugen, denn ich könnte mir nicht vorstellen noch einmal dorthin zu kehren wo man mich hat leiden lassen. Sie waren sehr stark und selbstbewusst und haben sogar Humor in ihren Erzählungen eingebaut.

Für mich persönlich wäre das sehr schwer gewesen. Sie sollten so stolz auf sich sein, dass sie noch am Leben sind, denn genau diese Menschen wissen das Leben zu schätzen. Wir beschweren uns wegen dein kleinsten Sachen im Leben, weil wir es so gut haben und alle so verwöhnt sind. Wir haben keine Ahnung wie andere gelitten haben.

Die Besichtigung des KZ hat mir geholfen die kleinsten Dinge in meinem Leben zu schätzen. Mich haben die Mengen an Menschen wirklich beeindruckt, ich hätte niemals gedacht, dass so viele dort sein werden.

Größe - Lager Birkenau

Was ich auch nie gedacht habe, ist dass diese Lager so groß sind. Die haben kein Ende. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte mitzufahren und dass ich noch Zeitzeugen sehen und selbst erleben durfte.

Der Aufenthalt hat mir wirklich sehr gefallen und natürlich haben auch der Prof. Koscher und die Prof. Bretterklieber damit zu tun, dass es so angenehm war. Ich würde gern wieder einmal mit diesen Professoren wegfahren. Wir haben uns gut verstanden und auch wir als Klasse sind mehr zusammen gewachsen. Obwohl wir nicht sehr viel Freizeit hatten, konnten wir einiges von der Stadt sehen.

Die Reise war wunderbar, bis auf das, dass wir zu kurz dort waren.